Die Architektur | Allgemein

Architektur auf Weltniveau

Die Architekten haben alle Details durchgeplant

Zaha Hadid und Hermann & Valentiny heißen die Finalisten des Architekturauswahlverfahrens, die im Sommer 2009 benannt wurden. Seitdem haben die Architekturbüros viele zusätzliche Details eingeplant. Die Entwürfe wurden entsprechend der Ergebnisse der Expertengremien und Ingenieurbüros sowie an die in der Zwischenzeit ermittelten Nutzeranforderungen angepasst. Von außen sieht alles auf den ersten Blick gleich aus, aber im Inneren wurden viele Details eingearbeitet. Nachfolgend möchten wir noch einmal den bisherigen Verlauf des Verfahrens skizzieren.

International hoch angesehene Architekten waren im Oktober 2008 eingeladen worden, Ideen und Planungen für einen neuen Konzertsaal zu erarbeiten. Die Vorgaben: Es soll ein Festspielhaus entstehen, das sowohl architektonisch als auch akustisch Weltniveau hat. Zwei Entwürfe stehen noch zur Auswahl, die derzeit in allen Details durchgeplant und kalkuliert werden.

Zehn sehr verschiedene, aber allesamt hochkarätige Arbeiten waren Ende 2008 eingereicht und von Experten aller Fachdisziplinen bewertet worden. Für die zweite Phase des mehrstufig angelegten Auswahlverfahrens unter Federführung der Deutschen Post DHL waren vier Architekten ausgesucht worden: Zaha Hadid, François Valentiny, Arata Isozaki und Richard Meier. Sie haben ihre Arbeiten für den Neubau des Beethoven Festspielhauses weiterentwickelt und Ende Mai 2009 angepasste Modelle und Pläne vorgelegt. Die Entwürfe für das neue kulturelle Glanzlicht Bonns haben eines allesamt bereits erreicht: Sie sehen außergewöhnliche Bauwerke vor, die architektonisch und akustisch das geforderte Weltniveau erreichen. Die Entwürfe von Hadid und Valentiny haben es in die abschließende Phase geschafft. Mit Hilfe von zwei Generalunternehmern ermittelt die Deutsche Post DHL derzeit schon vor einem ersten Spatenstich sehr genau die Kosten für beide Entwürfe.

Teil der Planungen ist auch die Gestaltung des Umfeldes, also des stadtseitigen Parks, derzeit Parkplatz, und die Einbindung des Rheinufers. Alle Entwürfe öffnen das Gebäude sowohl zur Stadt- als auch zur Rheinseite hin, schaffen eine Verbindung von innen nach außen und vice versa. Treppenanlagen zum Rhein hinunter können auch als Fläche für Außenveranstaltungen dienen.

Das privatrechtlich und gleichzeitig partizipierend ausgerichtete Auswahlverfahren ist ungewöhnlich, aber es hat seine Vorteile genutzt: Durch den stetigen Austausch mit den Architekten in allen Planungsphasen und den detaillierten Aufgabenkatalog nach der ersten Runde haben die Sponsoren und die beteiligten Experten aller Fachdisziplinen das Projekt bereits in der zweiten Phase in ein Stadium gebracht, welches das gewünschte Niveau aufweist und die Machbarkeit der Entwürfe und damit eine rasche Fortsetzung des Prozesses gewährleistet. Für die Kostensicherheit bei der weiteren konkreten Planung sorgen der bereits hohe Detaillierungsgrad aller Pläne einerseits und die stetig verfeinerten Risikoeinschätzungen andererseits.

Alle zehn Entwürfe stellen wir Ihnen im Detail vor. Die zwei Finalisten, die beiden weiteren Entwürfe aus Phase II und die sechs Entwürfe aus Phase I.