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Im großen Saal können auch Rockkonzerte stattfinden.

Viele Details bereits geplant

Überarbeitete Entwürfe liegen vor - Generalunternehmen prüfen Kosten

Entschieden ist es noch nicht, das Architekturauswahlverfahren für das Festspielhaus, aber es kommt in großen Schritten voran. Beide Finalisten, das Büro Zaha Hadid und das Büro Hermann&Valentiny, haben ihre Entwürfe weiter durchgeplant. Diese Konsolidierungsphase ist bereits abgeschlossen, und zwei von der Deutschen Post DHL beauftragte Generalunternehmen nehmen derzeit eine marktbasierte Kostenschätzung vor.

Die Planungen und Vorbereitungen laufen seit der Auswahl der beiden Finalisten im Sommer 2009 stetig weiter. Die Deutsche Post DHL hat die Federführung bei allen Fragen rund um Architektur und Bau. Projektleiter Heinrich Küpper und sein Team haben mit den künftigen Nutzern - dem Beethoven Orchester, dem Beethovenfest und möglichen weiteren Nutzern - die Pläne im Hinblick auf die Anforderungen der Praxis geprüft. Vom Besprechungsraum und den Umkleiden bis zum kleinen und großen Saal wurden viele Details aufgeführt.

Diese Ergebnisse und die Anmerkungen der Expertengremien für Architektur und Akustik hatten die weiteren Planungsaufgaben für die Architekten definiert. Die Schwerpunkte der Bewertung liegen auf Architektur, Akustik, Funktionalität, Nachhaltigkeit und Kosten. Zaha Hadid und François Valentiny haben im Herbst ihre Planungen entsprechend angepasst und Ende des Jahres intensiv überarbeitete Entwürfe vorgelegt, die bereits einen sehr hohen Detaillierungsgrad haben. „Diese Detailtreue im Vorfeld ist uns sehr wichtig", so Küpper, „denn wir wollen im Nachhinein keine Überraschungen erleben." Das gilt natürlich auch und erst Recht für die Finanzen.

Um die Kosten schon vor dem ersten Spatenstich so genau wie möglich definieren zu können, haben die Sponsoren im Herbst bereits ein Auswahlverfahren für Generalunternehmer durchgeführt. Ausgewählt wurden die Firmen Max Bögl Bauunternehmen und Züblin Development. Beide sind nun beauftragt, anhand der konsolidierten Pläne und der Kostenschätzung der Architekten eine eigene marktbasierte Kostenschätzung für beide Entwürfe vorzunehmen. Außerdem wird das beratende Büro Speer&Partner ebenfalls eine Kalkulation erstellen. Ende März sollen alle Zahlen auf dem Tisch liegen.

Vor weiteren Aktivitäten bezüglich des Baus stehen dann zunächst die mögliche Bürgerbefragung und eine Grundsatzentscheidung des Rates. Nach derzeitigem Stand der Dinge und einen positiven Ratsentscheid sowie reibungslose weitere Verfahren vorausgesetzt ist ein Baubeginn im Frühjahr 2012 und einer Fertigstellung bis Sommer 2014 durchaus noch möglich. (5. Februar 2010)

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