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Stadt setzt auf transparente Zahlen

Festspielhaus war Thema bei der Jahrespressekonferenz

Die Stadt Bonn will die Chance zum Bau des Festspielhauses ergreifen und strebt eine positive Entscheidung bei der Bürgerbefragung an. Das erklärten OB Jürgen Nimptsch und Stadtdirektor Volker Kregel bei der Jahrespressekonferenz am Montag. Gleichzeitig betonten sie, dass die abschließende politische Entscheidung des Rates nur auf der Grundlage einer seriös berechneten, alle Kostenaspekte berücksichtigenden Finanzplanung getroffen werden dürfe.

Dazu gehöre auch die Abwägung der Kostensituation mit und ohne Beethovenhalle. Die von Musikmanager Karsten Witt aufgemachte Rechnung (siehe Pressestimmen) sei zwar, so Stadtdirektor Kregel, eine Zahlenkonstruktion, an der vieles richtig, aber noch nicht alles berücksichtigt worden sei. Keinesfalls werde die Stadt einen „politischen Preis" akzeptieren, teilte die Stadt Bonn weiter mit. Kregel: „Wir wollen klare, nachvollziehbare Zahlen. Darauf haben Bürgerschaft, Rat und Verwaltung einen Anspruch. Zu dieser Transparenz wird die Stadtverwaltung ihren Beitrag leisten." Darum gelte es, jetzt die offenen Fragen zu klären.

Beispiele: Die Finanzierung des Beethovenfestes jenseits des städtischen Anteils. Auch die vom
Land NRW in Aussicht gestellte eine Million Euro pro Jahr für das Festspielhaus sei lediglich für vier Jahre zugesichert, stände aber jährlich unter Haushaltsvorbehalt und soll auch nur zur Finanzierung spezieller Musik-Projekte ausgegeben werden. Es gebe zudem eine Reihe von Positionen, die in der Witt-Bilanz noch nicht berücksichtigt seien. Da fehle z.B. die Ausstattung, die Umfeldgestaltung
und die aktualisierte Bauunterhaltung für das Festspielhaus, die Finanzierung der Übergangsspielstätte während der Bauzeit oder die Miete für die neuen Konzertsäle, die bei der Nutzung durch das Beethoven-Orchester Bonn und das Beethovenfest anfallen. Zwar unterstütze die Stadt Witts Position, dass die Betreiberstiftung mit ihrem Geld zurecht kommen müsse. Gleichwohl
beharre die Stadt Bonn auf ihrer generellen Forderung an die noch zu gründende Stiftung, dass kein Wirtschaftsplan gegen den Willen aber zu Lasten der Stadt Bonn verabschiedet werden dürfe. Zudem muss belastbar die Konstruktion geklärt werden, wonach die Stiftung an die Objektgesellschaft
zum Bau des Festspielhauses jährlich Miete zu zahlen habe, die als Sponsoring entsprechend jährlich an die Stiftung zurück fließen soll. (11.01.2010)

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