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"Noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten"

OB Jürgen Nimptsch im Interview mit dem General-Anzeiger Bonn

Eindeutig hat sich Oberbürgermeister ]ürgen Nimptsch für den Bau des "Beethoven Festspielhauses"
ausgesprochen. Allerdings will er die Bonnerinnen und Bonner in den Entscheidungsprozess mit einbeziehen - mit einer Bürgerbefragung. Und da sei noch "viel Überzeugungsarbeit" zu leisten, sagte er im Interview mit dem General-Anzeiger. So müsse den Bürgern deutlich gemacht werden, dass die drei Unternehmen Post, Telekom und Postbank den Bau finanzieren wollen: "Da fließt kein städtischer Euro rein." Nimptsch bekräftigte, dass der städtische Beitrag für den Spielbetrieb des Hauses in Höhe von drei Millionen Euro (,,im März haben wir genaue Zahlen") nicht zu Lasten der anderen Bonner Kulturlandschaft gehen dürfe. Den Bürgern müsse verdeutlicht werden, ein Nein zum Festspielhaus bedeute auch, dass die Stadt aus ihrem Etat 20 Millionen Euro für die Sanierung der Beethovenhalle, die zugunsten des Neubaus abgerissen würde, zur Verfügung stellen müsse. Und er versicherte, ein neues Festspielhaus impliziere für die Stadt auch einen "wirtschaftlichen Mehrwert", da mehr Touristen nach Bonn kämen.

Der OB ist sich im übrigen sicher: "Ohne ein neues Festspielhaus wäre Bonn nicht mehr die weltweit renommierte Beethoven-Stadt." Nimptsch hofft, die Bonnerinnen und Bonner von seinen Argumenten pro Neubau überzeugen zu können. Allerdings hat er sich selbst unter Zugzwang gesetzt. So würde er zwar bei einer knappen Entscheidung gegen das Projekt dem Rat dennoch vorschlagen, es zu verwirklichen. "Sollten sich aber 70 oder mehr Prozent der Bevölkerung dagegen aussprechen, dann könnten wir das nicht machen. Und dann müssten wir den potenziellen Bauherrn sagen, leider will die große Mehrheit der Bevölkerung das Festspielhaus nicht." Nimptsch würde das zutiefst bedauern, "denn die Chance, dass uns Unternehmen quasi kostenlos ein prachtvolles Festspielhaus an den Rhein stellen, bekommen wir so schnell nicht mehr". GA vom 29.10.2009

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